about

Thérésa Doyle
November 2019. Ich verlasse eine Beziehung, in der alles miteinander verflochten war: die Arbeit, die Wohnung, das Geld. Mir bleiben ein altes, rostiges Auto, Koffer, ein Fahrrad, mein kleiner Hund und ein überzogenes Konto.
Fünf Uhr morgens auf dem Parkplatz eines großen Baumarkts, ich pruste los vor Lachen. Die Situation ist so absurd! Ich habe keine Ahnung, was ich tun werde, aber ich spüre einen Moment der Euphorie … ich vertraue fest darauf, dass es großartig wird.
Ich habe Jetzt! Die Kraft der Gegenwart von Eckhart Tolle gelesen. An diesem Tag musste ich es nicht mehr verstehen. Ich lebte es.
Aber um dieses Lachen zu verstehen, soll man wissen, woher ich komme.
Das Schweigen
Bei meinen Großeltern musste man sich benehmen. Nicht zu laut sprechen. Weder zu viel noch zu wenig sein.
Meine Mutter hat mich allein großgezogen. Sie war sehr liebevoll, wir waren ein Team.
Aber bei uns wurde nicht gesprochen. Weder über Gefühle noch über Sexualität noch über irgendetwas Tabuisiertes. Alles blieb an der Oberfläche. Es war still, oder sehr vage.
Eine Familie wie viele, nach außen hin völlig in Ordnung, die aber sicher Geheimnisse barg und in der man nicht lernte, einander und sich selbst zuzuhören.
Ich wuchs auf, ohne eine Verbindung zwischen meinen Körperempfindungen und meinen Gefühlen herzustellen, überzeugt davon, dass die anderen es besser wussten. Ich war furchtbar schüchtern, und mein Wunsch, ins Gespräch zu kommen, verschwand in bodenlosen schwarzen Löchern, in denen ich nicht mehr wusste, was ich sagen sollte.
Trotzdem wurde ich Schauspielerin, später Trapezkünstlerin. Ich glaube, dass ich, ohne es zu wissen, über den Körper begonnen habe, mich wiederzufinden.
Worüber nie gesprochen wurde
Im Januar 2009 starb meine Mutter an Krebs, nach drei Jahren Krankheit. Ich war gerade erst 27.
Sie hatte mir verschwiegen, wie ernst es war. Alle wussten es. Nur ich nicht. Einen Monat vor ihrem Tod brach eine ihrer Freundinnen das Schweigen. Dank ihr war ich dabei, als meine Mutter ging. Zum Glück.
Wir hatten nie gemeinsam über den Tod gesprochen. Ehrlich gesagt fühlte ich mich verraten. Indem sie mich schützen wollte, hat meine Mutter mich von meiner Selbstbestimmung abgeschnitten. Das war ihr nicht bewusst. Und ich konnte damals nicht benennen, was in mir war.
Ich hatte nicht gelernt, Sicherheit in mir selbst zu suchen, also suchte ich sie außerhalb. Ich ließ eine Beziehung entstehen, in der ich mich immer mehr verlor.
Bis zu diesem Parkplatz, auf dem ich mich lachend wiederfand, mein kleiner Hund im Arm.
Eine neue Sprache
Nach der Trennung folgte ich dem, was mich zutiefst froh machte. Ich bildete mich in Psychopathologie weiter, dann in Kunsttherapie. 2021, gleich im ersten Kurs, wusste ich, dass ich am richtigen Ort war.
Ich war dort aufgewachsen, wo die Worte fehlten. Im Zeichnen fand ich eine Sprache, die sie nicht braucht. Eine Sprache, die mich mit meinem Körper verbindet.
Auszudrücken, was wir in uns ersticken, was Angst macht, was verletzt, was hemmt – sich von dem durchströmen zu lassen, was uns vielleicht gar nicht gehört, um sich wieder mit unserer Menschlichkeit zu verbinden, mit der Sanftheit, mit der Schönheit. Das möchte ich weitergeben.
Sich selbst in der Kunst begegnen
" Le résultat a dépassé mes attentes, et le parcours a été très enrichissant !
Je ne peux que vous recommander !
Thérésa m'a accueilli chaleureusement et en douceur. Elle m'a écouté et m'a proposé différentes approches possibles sans jamais être intrusive. Elle m'a permis de ressentir les outils et les matériaux. Tout au long du processus, elle était à mes côtés pour m'aider à développer et approfondir mes émotions, tout en respectant ma liberté."
"Je ne m'attendais pas à ce que ce soit si profond. À ce que je puisse connecter mes émotions si facilement et si justement. Merci pour ton écoute et ta présence qui m'ont permis cette connexion et cette transformation"
" Travailler avec Thérésa Doyle se caractérise par une grande ouverture, un merveilleux respect et une sensibilité exceptionnelle. Dans une atmosphère aussi respectueuse, chacune d'entre nous participantes pouvait se concentrer sur elle-même et explorer de manière colorée et créative un sujet intérieur, essentiel et très personnel. C'est une très belle façon de se rencontrer soi-même. "